Psychosomatisch-holistische Grundlagen der Behandlung
Die Qualität holistischer Behandlung
Wobei unterstützt eine Behandlung in psychosomatischer Holistik?
Eine kurze Zusammenschau:
- sie unterstützt in der Arbeit an sich selbst
- sie hilft in der Behandlung, Linderung und
Heilung von Schmerzen,
sowohl körperlich als auch emotional,
Ursachen für das Vorhandensein von Schmerzen im persönlichen Leben können aufgedeckt und integriert werden
- sie stabilisiert und vertieft den Kontakt mit sich selbst
Ausführlichere Betrachtung:
Wovon fühlen wir uns mehr angezogen?
Von Qualität oder von Quantität?

Was ist in der psychosomatisch-holistischen Behandlung gemeint mit dem Begriff Qualität?
Zunächst, wenn wir einen Schmerz spüren -ob nun körperlich oder emotional...- wollen wir nur eins, daß er wieder verschwindet, spurlos und ohne uns weiter zu belästigen.
Wir kennen das, es plagt uns ein Schnupfen. Wir kennen zwar den Satz:"Drei Tage kommt er, drei Tage bleibt er, drei Tage geht er." Und doch wollen wir ihn am liebsten am ersten Tag sofort und unmittelbar wieder los sein. Er stört uns und wir möchten ihn einfach nicht mehr haben.
Das trifft auch zu auf Rückenschmerzen, Bandscheibenprobleme, Migräne, Gelenkschmerzen, auf ein verstauchtes Knie, einen verstauchten Knöchel, auf andauernde Verstopfung, auf immer wiederkehrende Kopfschmerzen, auf ein Gefühl von Minderwertigkeit, auf den Wunsch sich zu isolieren ... usw.
Wir nehmen dies wahr und wollen es doch nicht wahrhaben, meist sehen wir das nicht im Sinne von:
"Ja, das ist jetzt in meinem Leben, wie gehe ich damit jetzt um?"
Sondern wir entwickeln Muster herum um die direkte Begegnung. Meist fragen wir uns nicht: Worüber bin ich verschnupft? Habe ich mir zuviel aufgeladen? Was kann ich nicht loslassen? Was kann ich nicht verdauen?
Doch wie
begegne ich mir selbst?
Ungeduldig auf Ergebnisse schielend? Wieder zu funktionieren?
Was anerkenne ich vor mir selbst als ein Ergebnis?
Rückt Quantität dabei in den Vordergrund ist es das was messbar, quantifizierbar, vorzeigbar, sichtbar und damit auch bewunderbar ist. Quantität ist damit oft auch durchdrungen von dem Wunsch einordenbar zu sein und zu bleiben mit sich selbst vor sich selbst und auch vor anderen.
Psychosomatische Holistik
versucht in ihre Betrachtungsweise den Ursprung von persönlichem Unwohlsein und Leid hereinzunehmen.
Die Herangehensweise ist, einen qualitiven Raum zu schaffen, einen persönlichen Raum zu schaffen auf dessen Eingangstür "ich bin" steht.
Der innere Ort der Begegnung mit sich selbst wird dann zum Ziel.
Wie kann diese Begegenung mit sich selbst quantifiziert werden?
Kaum.
Denn diese Begegnung ist immer eine Begegnung von Qualität.
Natürlich fällt der Ziegelstein auf den Fuß, auf meinen, wenn ich nicht acht gebe. Natürlich überfährt mich der 38-Tonner, wenn ich "schnarchend" über die Straße gehe, weil ich gerade ziemlich mit mir hadere.
Natürlich brennt die Milch für den Milchkaffee an, wenn ich nicht acht gebe, weil ich gerade einen wunderbaren Gedanke habe.
Natürlich läuft meine Nase, wenn ich sie nicht schneutze. Verschnupft wovon wird dann in diesem präzisen Moment ziemlich nebensächlich.
Ergebnisse
sind wichtig, ohne Zweifel.
Und doch gibt es eine feine Linie zwischen Quantität und Qualität.
Sicher brauchen wir Ergebnisse.
Doch wann, für wen und wie schnell?
Jetzt sofort?! Ja, am besten jetzt sofort!
Heilung ist ein Integrationsprozess.
Auf dessen Weg wir verschiendene Wege nehmen, veschiedene Mittel benützen.
Was ich versuche deutlich zu machen ist, daß wir uns in jedem Fall in einem Integrations-Prozess befinden.
Das Gedicht von Hermann Hessen "Stufen" macht diesen Prozess ganz besonders deutlich.